Ein Rückblick: es begann alles im zarten Alter von 15,9 Jahren mit einer Zündapp KS 50 WC TT, wobei das "WC" für "Watercooled" stand - was damals eine Sensation war.
Ein Kleinkraftrad mit 50 cm³, 6.25 PS und Vmax von 80 km/h, fahrbar mit Führerscheinklasse 4 war damals das Maß aller Dinge. 1977 präsentierte Zündapp das Spitzenmodell "KS 50 watercooled TT" für unglaublich teure 3.298 DM und wurde damit zum Inbegriff der Schnapsglasklasse. In diesem Jahr verkaufte Zündapp 115.000 Fahrzeuge - davon eins an mich. 1984 war Zündapp pleite.Mit 18 Jahren waren dann natürlich Autos viel cooler, denn man wurde bei schlechtem Wetter nicht so nass und konnte auch mehr Freunde mitnehmen. Aber 1983 mit 22 Jahren kam dann ein Vespa GS 150 Roller Baujahr 1957 ins Haus. 100 DM kostete das gute Stück und war total verrostet. Aber der Motor lief! Nach vielen Stunden am Schweissgerät wurde das gute Stück in der damaligen Modefarbe Pink lackiert. Der Roller war mir ein (nicht sehr zuverlässiges) Transportmittel auf dem Weg zur Uni.
Weitere zwei Jahre später wurde der Roller ersetzt durch eine gebrauchte Yamaha XS 400 mit 45 PS für 4.000 DM - nicht so kultig aber zuverlässiger:Erst sechs Jahre später - 1992 im Alter von 31 Jahren - gab es wieder ein neues Motorrad. Und da die Ansprüche höher wurden, eine nagelneue Ducati 900 SS für stolze 17.000 DM:
900 cm³ mit zwei luftgekühlten Zylindern, 78 PS und ein leerer Termignioni Carbonauspuff sorgten nicht nur für anständigen Sound sondern bei leichtgewichtigen 200 kg auch für ansprechende Fahrleistungen mit Vmax von 220 km/h. Damit habe ich viele Touren unternommen und hatte niemals das Gefühl, dass die Fahrleistungen mich unterfordern.
Meine (damalige) Frau fuhr sogar eine Suzuki GSF400 Bandit mit 50 PS (die man aber nicht merkte):
Aber bereits ein Jahr später - November 1993 - beendet ein schwerer Unfall mit einem geliehenen Motorrad in Jamaica meine Karriere als Motorradfahrer. Drei Monate Krankenhausaufenthalt haben mich im wahrsten Sinne des Wortes "kuriert".

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